Im YouTube-Video aus dem Jahr 2016 von Lu Likes "Mansplaining oder KÖNNEN MÄDCHEN EIGENTLICH SKATEN?" (4:20 Minuten) wird das Phänomen "mansplaining" genauer erläutert.
Link: https://www.youtube.com/watch?v=qw73XCaz8ww
Kurzlink: https://t1p.de/xj0x
Zum Anfang wird auf ein Video verwiesen, in dem Ausschnitte aus Nachrichten- und Talksendungen und Serien zu sehen sind. In diesen kurzen Ausschnitten unterbrechen Männer gerade sprechende Frauen auf unhöfliche Weise mit Geräuschen, Handbewegungen oder schlicht "Nein".
Das Kofferwort mansplaining (englisch: man = Mann + explain = erklären) wird übersetzt und das Problem verdeutlicht:
Es handelt sich hierbei nicht um eine nette Version einer Erklärung, um die Mann gebeten wurde, sondern um unaufgeforderte Ausführungen, ohne
a) zu wissen, ob die Frau als Gesprächspartnerin vielleicht Expertin in diesem Thema ist und
b) das überhaupt hören will.
Es folgt ein Beispiel aus dem Skater-Park, um die folgende Aussage "Besonders häufig tritt das auf, wenn Frau sich in männliche Sphäre begibt."
anschaulich zu belegen.
Am Ende wird von Pinkstinks zur Beteiligung aufgerufen, sich mit den Hashtags #wasichlernte und #mansplaining an der Sammlung von Erfahrungen und Geschichten online zu beteiligen.
Ergänzender Hinweis: Für eine ältere Zielgruppe bzw. eine Zielgruppe, die eine komplexere Aufbereitung zur kritischen Reflexion dieses Rollenklischees erfassen kann, gibt es einen kurzen Beitrag aus 2016 von der tagesschau mit dem Titel " #kurzerklärt: Mansplaining - Was ist das?" unter diesem Link auf YouTube:
https://www.youtube.com/watch?v=xByk2nHlfb4 (2:02 min
Praxisidee: "Wie können wir mit diesem Phänomen besser umgehen?" könnte eine Diskussionsanregung für die Zielgruppe sein. Zum Beispiel könnten Menschen vermittelt bekommen, kurz inne zu halten mit dem inneren Monolog: "Ist meine Erklärung erwünscht? Ist die Einschätzung der Kompetenz meines Gegenübers korrekt? Wie beeinflusst meine Befangenheit oder Sozialisierung meine Interpretation der ersten beiden Fragen?" oder noch besser: einfach mal fragen, ob eine Erklärung erwünscht ist. Wunderbar könnte auch das Üben von Schlagfertigkeit sein wie z.B. ein bisschen provozierende Rückfragen "Warum?" oder "Wie funktioniert das im Detail?", um Halbwissen und Expertise unterscheiden zu können.
Wenn ihr den englischsprachigen Beitrag in der LA-Times von Rebecca Solnit im Unterricht behandeln oder selbst lesen wollt, findet ihr den hier: https://www.latimes.com/archives/la-xpm-2008-apr-13-op-solnit13-story.html
Habt ihr zu diesem Thema spannende Praxiserfahrungen, die ihr mit uns teilen wollt? Oder habt ihr sogar eine Methode für dieses Thema, die ihr uns mit einem Beitrag vorstellen wollt? Schreibt uns gern in die Kommentare!
Verfasst von: Katja Wollmer, Referentin für Sexuelle Bildung, pro familia Bundesverband