Drei gezeichnete Kinder
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trau-dich.de (Teil 1)

Das Thema “Grenzen und Gefühle” sollte frühzeitig mit Kindern besprochen werden. Denn wenn sie Kenntnisse über Begriffe, eigene Rechte und Hilfestellen haben, können Übergriffe vermieden bzw. aufgedeckt werden. www.trau-dich.de bietet hierfür eine gute Grundlage.

Ein Hinweis vorab: Wir möchten Euch gerne einen Überblick über die Funktionen der einzelnen Gegenstände geben. Allerdings sind diese sehr umfangreich. Aus diesem Grund wird es bald noch einen zweiten Blogartikel zu trau-dich.de geben.

Die Seite findet ihr hier: https://www.trau-dich.de/

Auf dem Startbild sind Lina und Leon in einem Kinderzimmer zu sehen. Werden die beiden angeklickt, verraten sie, dass sie unter dem otto “Wissen macht stark!” über diese Themen sprechen möchten:

  • ungewollte Berührungen

  • Eigenschutz

  • Rechte von Kindern sowie

  • das Hilfesuchen.

Achtung: Es ertönen metallische Piepsgeräusche, während die die beiden sprechen, die jemanden erschrecken oder in den Ohren weh tun können. Stellt vorher die Lautstärke lieber etwas geringer ein.

Im dargestellten Raum sind außerdem unterschiedliche Gegenstände verteilt, die angeklickt werden können.

Zunächst könnt Ihr hier über die Gegenstände lesen, mit deren Hilfe sich Videoclips ansehen lassen:

Theatermaske:
“Trau Dich” ist ein Mitmachtheaterstück für Kinder in dem es um Gefühle und Grenzen geht. Unter dem Hauptbild mit Lina und Leon erscheinen Informationen und kleine Videoausschnitte des Theaterstücks zum ansehen. Es können aber auch Fragen und Meinungen von Kindern zu dem Stück angeschaut werden. Nachfolgen sind ausstehende und vergangene Termine für das Theaterstück aufgelistet.

Filmklappe:
Die Filmklappe befindet sich auf dem Sofa und leitet zu mehreren Videos, in denen Fragen rund um das Theaterstück beantwortet werden. Diese sind ca. eine halbe bis eine ganze Minute lang.

Videokamera:
Wird die Videokamera angeklickt, öffnet sich unterhalb des Bildes eines Seite. Auf der können unterschiedliche Videos angeklickt werden.

(1) Durch diese Filme führt die Reporterin Clara Weise, die sich im ersten Video vorstellt.

(2) Im zweiten Film stellt sie der Sozialpädagogin Frau Beckmann die Fragen:
Was ist eine Beratungsstelle? Was mache ich, wenn mich jemand unangenehm berührt?
Was ist eine Anzeige und muss ich zur Polizei gehen?

Diese erklärt leicht verständlich was eine Beratungsstelle ist und wer dort arbeitet, gibt Tipps für den Umgang mit unangenehmen Berührungen, erklärt die Möglichkeit einer Anzeige und geht auf gute und schlechte Geheimnisse ein. Außerdem erzählt sie, dass das Suchen von Unterstützung immer gut und auch bei der Nummer gegen Kummer und in Beratungsstellen kostenfrei und anonym möglich ist. Dieser Film geht ca. drei Minuten.

(3) Das nächste Video beschäftigt sich mit der Frage: Was ist eigentlich sexueller Missbrauch? 
 In ca. einer Minute spricht die Sozialpädagogin über sexuelle Handlungen, das Ausnutzen von Vertrauen und darüber, dass sexueller Missbrauch häufig mit Macht zu tun hat.

(4) Innerhalb einer halben Minute geht Frau Beckmann in vierten Film auf die Frage ein: Kann sexueller Missbrauch auch Jungen passieren?

(5) Der fünfte Film beschäftigt sich mit der Frage: Muss ich immer mit einem Erwachsenen reden oder kann ich mich auch anderen Kindern anvertrauen? 
Im ca. 30-sekündigen Video wird darauf eingegangen, dass es auch hilfreich sein kann, sich erst einmal einer befreundeten Person anzuvertrauen und dann gemeinsam Hilfe bei Erwachsenen zu suchen. Wenn es schwierig sein sollte, mit einer Person im näheren Umfeld zu sprechen, ist die Nummer gegen Kummer oder das Hilfesuchen bei einer Beratungsstelle auch eine Option. 

(6) Was mache ich, wenn der Sportlehrer immer genau dann in die Umkleidekabine kommt, wenn wir uns umziehen oder duschen? ist die Frage, die im nächsten 33-sekündigen Film beantwortet werden soll. Frau Beckmann gibt Handlungsempfehlungen für eine solche Situation und verweist auf das Hilfesuchen.

Zu den Fragen rund um Geheimnisse, also “Muss ich jedes Geheimnis für mich behalten, auch wenn es komisch ist und ich mich dabei unwohl fühle? Darf ich mich auf mein Bauchgefühl verlassen, auch wenn ich damit jemanden verraten würde?” gibt es kein Video, dafür aber eine kurze Erklärung in Textform.

(7) Als nächstes interessiert Clara diese Situation: Ein Erzieher hat auf einer Klassenfahrt Bilder mit nackten Personen gezeigt. Wenn man sich in diesem Moment nicht traut, etwas zu sagen, was kann man trotzdem unternehmen? Die Sozialpädagogin weist erneut auf das Hilfesuchen hin und geht darauf ein, wie mit einer möglichen Angst vor dem Erzieher umgegangen werden kann. Dieser Film geht ca. 40 Sekunden.

Die letzten Fragen “Wo kann ich Hilfe bekommen? Wer kann mir helfen?” werden auch in einem kleinen Text behandelt.

(8) Im abschließenden Video weist Clara auf das Lexikon hin. Dieses ist auf dem Bücherstapel im Bild zu finden. Mit diesem Lexikon startet der nächste Blogeintrag zu trau-dich.de.

Weiterführende Informationen für Multiplikator*innen:
Übrigens gibt es am oberen rechten Rand die Schaltfläche “Für Erwachsene”. Über diese gelangt Ihr auf die Seite https://www.multiplikatoren.trau-dich.de/, auf der Ihr weitere Informationen und Materialien zu Trau Dich finden könnt.

Die umfangreiche Seite trau-dich.de eignet sich für Kinder ab acht Jahren, aber auch ältere Personen können dort etwas Neues entdecken und lernen. Insbesondere für Onlineveranstaltungen bzw. eigenverantwortliches Arbeiten kann trau-dich.de gut genutzt werden.

Natürlich wollen wir auch gerne Eure Meinung hören. Habt Ihr die Seite schon genutzt oder wart bereits in dem Theaterstück? Schreib es uns in die Kommentare!

Verfasst von: Johanna Walsch, Sexualpädagogin, Beraterin und Beratungsstellenleiterin pro familia Eisleben

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