Sammlung von Gegenständen in Säckchen
©Johanna Walsch

Der Grabbelsack

Ihr Lieben,
jede*r hat eigene Lieblingsmethoden und Materialien. Dabei muss nicht immer das Neuste, das Beste oder Beliebteste sein. In diesem Sinne möchte ich Euch heute einen Klassiker der sexualpädagogischen Methoden vorstellen:

Den Grabbelsack

Der Grabbelsack ist eine Einstiegsmethode und kann auch als Eisbrecher genutzt werden, um die Teilnehmer*innen ins Reden zu bringen. Dazu befüllt die Leitung der Gruppe vor der Veranstaltung einen blickdichten Sack, Beutel oder Tasche mit unterschiedlichen Gegenständen, die mit sexualpädagogischen Themen zusammenhängen.

In der Veranstaltung sollen dann die Teilnehmer*innen in einem Kreis sitzen. Nun kann der Sack entweder reihum gegeben werden oder er liegt in der Mitte. Die Teilnehmer*innen sollen jeweils einen Gegenstand aus dem Sack herausholen, ohne vorher hineingesehen zu haben. Danach benennt die*der jeweilige Teilnehmer*in den Gegenstand und erläutert, was er mit dem Thema der Veranstaltung zu tun haben könnte oder was sie*er selbst damit verbindet. Sollten hierbei Fragen auftreten können sie entweder gleich von der Gruppenleitung beantwortet oder als Aufhänger für spätere Wissensinputs genutzt werden.

Für die Methode des Grabbelsacks gibt keine konkrete Gruppengröße. Wichtig ist allerdings, dass mindestens so viele Gegenstände wie Teilnehmer*innen vorhanden sind. Sollten sich mehr Gegenstände im Grabbelsack befinden, kann er mehrere Runden herumgegeben werden.

Die Methode es Grabbelsacks eignet sich hervorragend als Einstieg für sämtliche Themen und kann je nach Altersgruppe oder Thema angepasst werden. Dazu müssen lediglich Gegenstände ergänzt oder herausgenommen werden.

Hier einige Beispiele zum Befüllen:

  • Binde, Tampon, Menstruationstasse
  • leere Pillenpackung
  • leere Packung der Pille danach
  • Kondom (und Kondometer)
  • Lippenstift
  • Handy
  • Taschentücher
  • Kalender (oder Zykluskalender)
  • Freundschaftsband
  • Liebesbrief
  • Schnuller
  • neue, ungetragene Unterwäsche
  • Windel
  • leeres Alkoholfläschchen
  • Feder
  • Zahnbürste

Wir freuen uns auf Eure Kommentare, Ideen und Erfahrungsberichte mit dieser Methode!

 

Autorin: Johanna Walsch, Sexualpädagogin, Beraterin und Beratungsstellenleiterin pro familia Eisleben

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